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Profil

Dr. Mohammed Jimoh.

Gründer und Principal, Dr. Jimoh Consulting.

Verfahrensingenieur von der Ausbildung her, langjähriger Industriemanager vom Werdegang her. Zwanzig Jahre in globalen Chemie- und Pharmakonzernen, quer über die beiden Entscheidungen, zu denen die Boutique heute berät: sicherheitskritische Arbeit zu steuern, während sie externalisiert wird, und Geschäfte in afrikanischen Märkten aufzubauen, wo die Lücke zwischen Strategie und Umsetzung am größten ist.

Dr. Mohammed Jimoh, Gründer und Principal von Dr. Jimoh Consulting
Dr. Mohammed Jimoh, Berlin.

20+

Jahre in der Industrie, davon rund 20 in Führungsverantwortung — von der Fachgruppe bis zur Geschäftsführung

2014–2019

Gründungsgeschäftsführer der Bayer Middle Africa Limited, Lagos

Dr.-Ing.

Verfahrenswissenschaften, Technische Universität Berlin, 2004

Störfallbeauftragter

Fachkunde, § 7 Nr. 2, 5. BImSchV · Haus der Technik, TÜV Nord

DJC wurde im Februar 2026 in Berlin gegründet und wird von Dr. Mohammed Jimoh geführt. In über zwei Jahrzehnten in globalen Chemie- und Pharmakonzernen hat er Positionen verantwortet, die beide Praxisfelder der Boutique abdecken: wie sicherheitskritische Arbeit zu steuern ist, während sie zunehmend externalisiert wird, und wie Geschäfte in afrikanischen Märkten aufgebaut und geführt werden.

Die Boutique existiert, weil beide Entscheidungen auf Leitungsebene regelmäßig zu leicht gewichtet werden — behandelt als Einkaufs- oder Expansionsfrage, wo sie Governance-Fragen sind, die gesetzliche Betreiberpflichten und erhebliches wirtschaftliches Risiko tragen.

Praxisfeld 01 · Anlagensicherheit

Prozess- und Anlagensicherheit

Seine jüngste Industriefunktion war bereichsübergreifender Experte für Prozess- und Anlagensicherheit und deren Externalisierung bei Bayer (2020–2024). Dort entwickelte er eine mehrjährige Strategie zur Externalisierung von PAS-Leistungen in Modellierung und technischer Sicherheit und führte ihre weltweite Einführung. Zum Mandat gehörten der Governance-Rahmen für die Zusammenarbeit mit externen Partnern in Sicherheitslabor, Druckgeräte- und Maschinensicherheit sowie die Abstimmung mit Zentraleinkauf und Regionen. Ab 2021 war er zudem stellvertretender Leiter der Qualitätssicherung des Sicherheitslabors — verantwortlich für das interne Qualitätssicherungsregime nach GLP und ISO/IEC 17025 und für externe Audits. Er baute die konzerninterne Akademie für Prozesssicherheit auf und leitete Praktiker- und Gefährdungsanalyse-Schulungen. Das Programm erhielt 2021 einen konzernweiten Leistungspreis; 2022 organisierte er ein konzernweites Symposium zur Prozesssicherheit, 2023 eine regionale Fachkonferenz, auf der er auch vortrug.

Zuvor war er bei der Schering AG (später Bayer Schering Pharma) in Berlin tätig (2002–2007): zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter, ab 2005 als Fachgruppenleiter Qualitäts-, Sicherheits- und Umweltschutzmanagement. Er verantwortete die sicherheitstechnische Arbeit nach BImSchG: PHA- und HAZOP-Programme, Explosionsschutz- und Druckentlastungsbetrachtungen, gesetzliche Sicherheitsberichte und die Behördenschnittstelle bei Genehmigung und neuen Anforderungen — einschließlich des Umstellungskonzepts zur VOC-Verordnung, das über eine langwierige Verhandlung mit der Behörde die Zustimmung erhielt.

Er verfügt über die Fachkunde für Störfallbeauftragte aus behördlich anerkannten Lehrgängen nach § 7 Nr. 2 der 5. BImSchV (Haus der Technik, 2003; TÜV Nord, 2005) sowie über das Zertifikat als CE-Beauftragter für Maschinensicherheit und CE-Kennzeichnung (TÜV Rheinland PersCert, 2022). Weitere Qualifikationen: Interner Qualitätsauditor ISO 9001 / ISO 19011 (Lloyd’s Register, 2021), das 40-stündige TOPPS-Intensivseminar für Praktiker der Prozess- und Anlagensicherheit (2023), Gute Laborpraxis (GLP), ein Lehrgang zum Laborqualitätsmanagement nach ISO/IEC 17025 (Klinkner), Druckentlastung und Rückhaltung gefährlicher Stoffe (DECHEMA), Explosionsschutz (VDI) sowie Projekt- und Change-Management.

Praxisfeld 02 · Afrika

Markteintritt und Wachstum in Afrika

Seit 2014 Leitender Angestellter, war er von 2014 bis 2019 Geschäftsführer der Bayer Middle Africa Limited in Lagos, gründete und baute die Landesgesellschaft mit voller P&L- und Personalverantwortung auf, leitete Marketing und Vertrieb für Pharma und Consumer Health und wirkte als Innovationsbotschafter für West- und Zentralafrika. Das Mandat umfasste die gesamte Betreiberagenda: Aufbau der lokalen Lieferkette, Marktanalyse, Corporate Governance und Compliance sowie das Agenturgeschäft für Covestro in West- und Zentralafrika.

Der Position in Lagos gingen vier Jahre als Projektmanager Marktentwicklung bei Bayer MaterialScience in Leverkusen voraus (2010–2014): Marktentwicklung und -analyse für EMEA, technischer Support für Vertrieb und Marketing sowie Industrial-Marketing-Projekte. Davor leitete er Marketing und Vertrieb für Westafrika in der Bayer-Repräsentanz in Accra (2008–2010), wo er das regionale Vertriebsteam aufbaute und vor Ort für Marktanalyse und Berichtswesen verantwortete. Von 2019 bis 2020 steuerte er als Regional Coordination Country Projects Manager für die Region Greater Middle East and Africa in Leverkusen länderübergreifende Projekte, darunter den Wechsel zum Direkthandel in Nigeria, Prozessoptimierung in West- und Zentralafrika und die operative Compliance in Nigeria.

Er ist Mitgründer des German Business Club Nigeria, eines Forums für deutsche und nigerianische Wirtschaftsinteressen.

1990 – 2004

Früher Werdegang und wissenschaftliche Grundlagen

Nach dem ersten Abschluss war er im National Youth Service Corps in Oguta, Nigeria, als Lehrer an einer Sekundarschule tätig (1990–1991), zog dann nach Deutschland und ließ seine Abschlüsse anerkennen (1991–1992). An der TU Berlin schloss er das Diplom ab (1992–1998), mit einer Diplomarbeit zu Auslegung und Bau einer Reaktivrektifikationskolonne im Technikumsmaßstab, und war anschließend wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Prozess- und Anlagentechnik der Technischen Universität Berlin (1998–2002) und arbeitete an Modellierung, Simulation und Sicherheitsanalyse von Destillationsprozessen im gestörten Betrieb sowie an Auslegung und Betrieb von Technikumsanlagen. Seine 2004 abgeschlossene Promotion bildet die fachliche Grundlage für einen großen Teil der späteren Governance-Arbeit.

Er ist Dr.-Ing. der Verfahrenswissenschaften (TU Berlin, 2004) — Dissertation: Entlastung von Destillationskolonnen im gestörten Betrieb – Modellierung, Simulation und Experiment — und Dipl.-Ing. für Energie- und Verfahrenstechnik derselben Hochschule (1998). Sein erster Abschluss ist ein B.Sc. in Chemieingenieurwesen der Obafemi Awolowo University, Nigeria (1990).

Die Entscheidungen, die für Industrieführung am meisten wiegen — was fremdvergeben, wo gewachsen wird —, sind keine Einkaufs- und keine Expansionsentscheidungen. Es sind Governance-Entscheidungen. Auf dem Papier wirken sie leicht und werden erst schwierig, nachdem sie gefallen sind. Aufgabe eines Beraters ist es, diese Schwierigkeit vor der Festlegung sichtbar zu machen, nicht danach.

Dr. Mohammed Jimoh

Qualifikationen.

Jede Qualifikation mit ausstellender Stelle.

Dr.-Ing. Verfahrenswissenschaften, 2004

Technische Universität Berlin

Dipl.-Ing. Energie- und Verfahrenstechnik, 1998

Technische Universität Berlin

B.Sc. Chemieingenieurwesen, 1990

Obafemi Awolowo University

Fachkunde Störfallbeauftragter

§ 7 Nr. 2, 5. BImSchV — Haus der Technik 2003, TÜV Nord 2005

CE-Beauftragter, 2022

Maschinensicherheit und CE-Kennzeichnung — TÜV Rheinland PersCert

Interner Qualitätsauditor ISO 9001 / ISO 19011, 2021

Lloyd’s Register

ISO/IEC 17025

Lehrgang Laborqualitätsmanagement — Klinkner

Explosionsschutz, 2003

VDI