Dr. Mohammed Jimoh.

Ehemaliger Bayer - Geschäftsführer und Leitung globale Process & Plant Safety Externalisierung mit mehr als 20 Jahren Erfahrung in Europa und Afrika.
DJC wird von Dr. Mohammed Jimoh geführt — Verfahrensingenieur von der Ausbildung her, erfahrener Industriemanager von der Laufbahn her. In mehr als zwei Jahrzehnten innerhalb globaler Chemie- und Pharmakonzerne hat er Positionen bekleidet, die genau die beiden Entscheidungen umspannen, zu denen DJC heute berät: wie sicherheitskritische Arbeit zu steuern ist, wenn sie zunehmend ausgelagert wird, und wie sich Geschäftstätigkeiten in afrikanischen Märkten aufbauen und führen lassen, wo die Lücke zwischen Strategie und Umsetzung am größten ist.
Die Beratungsboutique besteht, weil beide Entscheidungen auf Vorstandsebene regelmäßig untergewichtet werden — behandelt als Beschaffungsfragen oder Expansionsfragen, obwohl sie in Wahrheit Governance-Fragen sind, die rechtliche Sorgfaltspflicht und erhebliches kommerzielles Risiko tragen. DJC wurde gegründet, um beiden die Disziplin der Betreiberseite zu geben.
Practice 01 · Process SafetyProcess & Plant Safety
Dr. Jimohs jüngste industrielle Funktion war die des Cross-Functional Expert for Process & Plant Safety and Externalization bei einem globalen Chemie- und Pharmakonzern (2020–2025). Dort entwickelte und leitete er den globalen Rollout einer mehrjährigen Strategie zur Externalisierung von PPS-Leistungen im Bereich Modeling & Technical Safety. Das Mandat umfasste das Governance-Rahmenwerk für die Zusammenarbeit mit externen Partnern in den Feldern Safety Lab, Druckgeräte und Maschinensicherheit, die Abstimmung mit der zentralen Beschaffungsorganisation und den regionalen Teams sowie das interne Qualitätssicherungsregime nach GLP und ISO/IEC 17025. Er etablierte die PPS Academy des Konzerns und leitete die Schulungsprogramme TOPPS Practitioner und PHA. Das Programm Externals@PPS erhielt den Top Performance Award des Konzerns (2021); die PPS EMEA Conference (2023) organisierte und bestritt er als Referent.
Zuvor verantwortete er als Manager für Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz an einem großen Pharmastandort in Berlin (2002–2007) die Governance für Process & Plant Safety nach BImSchG — PHA- und HAZOP-Programme, Explosionsschutz- und Druckentlastungsstudien, gesetzliche Sicherheitsberichte sowie die regulatorische Schnittstelle bei Genehmigungen und neuen Anforderungen (einschließlich des Umstellungskonzepts für die VOC-Verordnung, bei dem das Vorhaben über ausgedehnte Verhandlungen mit der Behörde die behördliche Genehmigung sicherte).
Er ist zertifizierter Störfallbeauftragter nach § 7 Nr. 2 und 9 der 5. BImSchV — die deutsche gesetzliche Qualifikation für Personen, die Verantwortung nach der Störfallverordnung tragen — sowie CE-Beauftragter für Maschinensicherheit und CE-Kennzeichnung. Weitere Zertifizierungen umfassen das Qualitätsmanagement nach ISO/IEC 17025 für akkreditierte Prüf- und Kalibrierlaboratorien, internes Audit, Projekt-Change-Management und Portfoliomanagement.
Practice 02 · AfricaMarkteintritt und Wachstum in Afrika
Von 2014 bis 2019 war Dr. Jimoh Geschäftsführer der Bayer Middle Africa Ltd. in Lagos, Nigeria — mit der Gründung und dem Aufbau der operativen Gesellschaft, voller P&L- und Personalverantwortung (rund 30 Mio. € Umsatz, etwa 35 Mitarbeitende), der Leitung von Marketing und Vertrieb für Pharma und Consumer Health sowie der Rolle des Innovation Ambassador für West- und Zentralafrika. Das Mandat deckte die gesamte Betreiberagenda ab: Aufbau der lokalen Lieferkette, Marktanalyse, Corporate Governance und Compliance sowie das Agenturgeschäft für Covestro in West- und Zentralafrika.
Der Position in Lagos ging die Funktion des Head of Marketing & Sales für Westafrika beim Bayer S.A. Representative Office in Accra, Ghana (2008–2010), voraus — mit dem Aufbau des regionalen Vertriebsteams für PUR, CAS und PCS und der operativen Verantwortung vor Ort für Marktanalyse und Reporting. Von 2019 bis 2020 steuerte er als Regional Coordination Country Projects Manager für die Region Greater Middle East & Africa (Leverkusen) komplexe länderübergreifende Projekte, darunter das Buy/Sell-Programm in Nigeria, Functional Excellence in West- und Zentralafrika sowie Operational Compliance in Nigeria.
Er ist Mitgründer des German Business Club Nigeria, eines Forums für deutsche und nigerianische Wirtschaftsinteressen.
1990 – 2004Frühe Laufbahn und akademische Grundlagen
Vor seiner industriellen Laufbahn war Dr. Jimoh wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Prozess- und Anlagentechnik der Technischen Universität Berlin (1998–2002), wo er Modellierung, Simulation und Sicherheitsanalyse von Destillationsprozessen unter gestörtem Betrieb durchführte sowie Pilotanlagen auslegte und betrieb. Seine 2004 abgeschlossene Promotion bildete das technische Fundament für einen Großteil seiner späteren industriellen Governance-Erfahrung.
Er ist Dr.-Ing. der Verfahrenswissenschaften (Technische Universität Berlin, 2004) — Dissertation: Druckentlastung in Destillationskolonnen unter gestörtem Betrieb — Modellierung, Simulation und Experiment — und Dipl.-Ing. der Energie- und Verfahrenstechnik derselben Hochschule (1998). Sein erster Abschluss ist ein B.Sc. in Chemical Engineering der Obafemi Awolowo University, Nigeria (1990). Zur fortlaufenden Führungskräfteentwicklung zählen Bayer Leadership Excellence an der ESADE Business School und das Managing Directors Program der Bayer Academy.